Balkan Tour 2005

Wohin sich der deutsche Bade- und KulTourist seit den Wirren und Wenden Ende des letzten Jahrtausends nicht mehr zu verreisen traut, da zieht es die mutigen Mannen um Conqueror Rob Johnson stets mit Vorliebe hin.
Zum zweiten Mal heuer unter der Flagge des Wiederaufbaus Ost, doch nun wieder im eigenen Tourliner unterwegs, sollte nun der Balkan näher unter die Lupe genommen ä werden.
Es galt zum einen die Mission „SKA NOT WAR“ einem Volke zu unterbreiten, dass seit Jahren schon nichts mehr zu lachen, tanzen und feiern hat. Zum anderen musste verhindert werden, dass der Aufbau-Ost wieder einmal zum Ausverkauf-Ost entartete!
(Und wenn doch, dann nicht, ohne dass sich die acht Spitzbuben aus der Bayern-Metropole ihr Scheibchen davon abschneiden...)


Tag 1

Tag Eins im Logbuch unserer Balkaneroberung sah einen Zwischenstopp im Salzburger Rockhouse vor.

...was soll hier gleich wieder rein?!

Es stand uns ein unerbittlicher, innertexanischer Wettstreit mit den SKA Jungs von „STINGER ATX“ bevor.

bajuwarisch-texanische Hupenparade


Heimatgefühle: Auch Rob zeigte sich von seiner Sentimentalen Seite!

Doch zuvor wurden wir im Rockhouse wieder mütterlich umsorgt und verköstigt.


Salzburger Nockerln von der treuen Seele Marianne

Der Gig selbst war scharf wie feurige Pepperoni und trieb uns allen den letzten Schweiß aus den Poren! Mensch und Technik waren bis aufs Äußerste gefordert, um bei diesem Zusammentreffen der SKA-Titanen bestehen zu können.


Mischer Veiti guckt in die Röhren

Doch Dank manch edlem Tröpfchen, das uns auf dieser Bühne erwartete, konnten wir als klarer Gewinner aus dem Bewerb hervorgehen!


Flaschen leer?!

Anschließend wurde noch stundenlang über texanischen Imperialismus debattiert, doch Tako Bell und Mexikanerhut führte die hitzigen Parteien wieder alle zusammen.


Otze und Merchi-Mädchen Minga mögen sich wieder

Am nächsten Morgen bei einer kleinen Sightseeing Tour durch das unbekannte Salzburg spaltete sich unsere unplugged-Vorhut von der Hauptlinie ab, um hoch oben auf der Festung Hohensalzburg eine Openair-Location zu testen, die uns bisher vom Veranstalter vorenthalten wurde!


Freestyle auf der Salzburger Festung

Tag 2

Die Fahrt zu unserem nächsten Etappenziel (Graz –„Afterdark“) verlief dann wieder planmäßig, präzise und kurzweilig dank der neuen multimedialen Erlebnisworld im Font unseres Tourbusses. Für Spannung, Ent- und Verspannungen sorgten Tonfilmeinspielungen von Paul Breitner bis Paulchen Panther, von Mozart bis Mutzenbacher!


...und der Rosaroter Panther ist immer dabei

Im Afterdark erwartete uns dann auch schon die beliebte, sortenreiche Brauereivielfalt der Steiermark, allen voran die „bierigste“ aller Biermarken.



Für kontinuierlich steigende Publikumszahlen bei unseren sagenumwobenen Auftritten in der Steirischen Landeshauptstadt war auch diesmal ein ausgezeichnetes Vorprogramm mitverantwortlich.


Die „SCHLANKEN MÄDCHEN“ waren nicht nur optisch ein Gaumenschmaus...


...auch musikalisch blieb da kein Auge trocken!

So vorgeheizt war es für uns ein Leichtes, die tobenden Massen zum Guten zu bekehren und für unsere Mission „Aufbau-Ost“ zu gewinnen.


Reverend Jens bei der Andacht...


...bittet für Euch arme Sünder

Anschließend haben wir uns besonders gefreut über die Tatsache, wieder einmal im „Haus von Klaus“ Quartier machen zu dürfen, wo das einfache, aber gutbürgerliche Ambiente überzeugt!


auch im Sanitärbereich kein überflüssiger Schnickschnack

Tag 3

Beim stärkenden Frühstück wurden Filme aus grauer Väter Vorzeit gezeigt, als das Haus von Klaus noch Villa-Kunterbunt, und Großpapa ein Mädel war!


Klaus mit Haus und Mädel

Die Backentaschen voll mit Proviant standen uns nun Hunderte von Kilometer Zivilisationswüste, die Unwägbarkeiten zahlloser Grenzübertritte und die Turbulenzen des Serbischen Sommermonsuns bevor.


serbische Wasserwege sind wieder voll in Schuss

Die zahllosen Angriffen feindseliger Straßenpiraterie mit Laserpistole und Radarschirm überstanden wir zwar nur Wundwaid....


Nur 72km/h drüber – mit ´nem blauen Auge davon gekommen!

...doch nach zig Stunden Fahrt, Hunderten Hektolitern Bier und unzähligen Schmiergeldzahlungen an Grenzposten und Straßen-Milizien erreichten wir mal wieder präzise, schnell und reibungslos unsere Bühne am EXIT-Festival in Novi Sad.


Festival-Festung von Novi Sad

Die „Metall Hammer Stage“ war um diese Uhrzeit gerade wie leergefegt, da unsere Vorgruppe „SLAYER“ noch auf der Hauptbühne gastierte. Für ein geringes Bakschisch (zwei, drei Flaschen Eittinger waren genug) ließ sich der Veranstalter davon überzeugen, uns die Bühne für anderthalb Stunden zu überlassen, um dem serbischen Volk unsere extrem revolutionären Gedanken nahe zu bringen.


„extreme Bühnen für extreme Leute“

Leider sieht eine immer noch bestehende Tourregel vor, dass bei weniger als 25 Gästen im Publikum...


Siebenhundertfünfzigtausend erwartete Besucher,...

...die Röckchen angezogen werden müssen!


...da zieht es einem schon die Hosen aus!

Doch erfreulicher Weise verzog sich das schlechte Wetter bald und die Massen strömten herein.



So konnten wir unsere Message „SKA NOT WAR“ doch noch einem empfänglichen Publikum unterbreiten, dem sein Lachen noch nicht vergangen war.



Auch am Merchandisingstand rollte der Rubel,


Himbeer-„Strudla“ aus landeseigener Überproduktion

und so hatten es die acht sauberen Saubatzies aus dem sonnigen Süden im Hand-Umdrehen geschafft, den Balkan vorm totalen Verfall zu retten!



© der Photos: B. Erdoedy und beNUTS. Weitergabe oder Veröffentlichung nur mit Genehmigung!

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