Japan Tour 2007

02.11.2007    Kashiwa - SAX
03.11.2007    Tokyo-Funabashi - Koh-en "Hans-Christian-Andersen"
03.11.2007    Tokyo-Ueno - Sensation
04.11.2007    Osaka - Club Jungle
05.11.2007    Kobe - Black Beat
06.11.2007    Kyoto - Kyoto Muse Hall
08.11.2007    Shiga - B flat
09.11.2007    Hamamatsu - Mescalin Drive
10.11.2007    Aichi - Radio Club Yumekibo
11.11.2007    Tokyo-Shinyuku - ACB-Hall

1.11. Marienplatz München, viel zu früh morgens

Treffpunkt 5:00 Uhr früh am Marienplatz, 8 verschlafene Gestalten taumeln die U-Bahn herauf. Darunter außer den Japanreisenden auch noch Jens, der sich die ganze Nacht durch Münchens Nachtleben gepichelt hat, die Hosensäcke voller Jägermeister. "Hätt eh nich schlafen können, vor lauter Frust!" Armer Kerl....

Abschied von unserem Jens (v.l. Simon, Jesko, Jens, Konni, Fabian, Jan)
Im Flughafen erst mal einen Kaffee schlürfen (Fabi und Jesko nehmen einen der Marke "Franziskaner"), dann ein extrem getränkearmer Flug nach Kopenhagen, wo wir die 5 Stunden (warum so lange? Lest den Tourbericht Japan 2006!!) Aufenthalt nutzen um uns die Stadt anzuschauen und unseren Bierspiegel wieder auf "normal" zu bringen.

Erste Zwischenstation

2.11. Tokyo und Kashiwa

10 Stunden Flug nach Tokyo sind schon wirklich übel: Manche können im Sitzen nicht schlafen, andere nervt es, dass die Stewardessen einen nach dem vierten gebrachten Bier übersehen (Die Bläser natürlich) und für unseren Konni war's dank der Flugangst der siebte Kreis der Hölle (übäärrr den Wolkään...), da halfen auch alle Pillen nichts, die er vorher geschluckt hatte... Immerhin nutze er die Gelegenheit um bei den Stewardessen anzubandeln. Keine schlechte Tour, eigentlich.
Die Maschine schunkelt sich achterbahnmäßig aus den Wolken nach Tokyo hinein. Konni stirbt nochmal tausend Tode, Fabian muss sich fast übergeben und alle sind nach mittlerweile 20 Stunden Reise (vorher etwa 4 Stunden Schlaf!!) so richtig müde.
Doch in Japan ist es zehn Uhr früh, unsere Tourbegleiter und -manager Numb und Kosuke stehen wie aus dem Ei gepellt vorm Flughafen und es geht los: 2 Stunden Fahrt nach Kashiwa, wo wir dann unseren ersten Gig spielen werden!!

Das erste Bier im fernen Land
Erst Mal Soundcheck, gutes Equipment da, nette Leute, auch wenn Fabian zwischenzeitlich händeringend japanisch radebrechend versucht, von der Stagemanagerin etwas über den Ablauf zu erfragen, was kläglich an der Sprachbarriere scheitert.
Dann unser erster Kontakt mit japanischem Essen. Da wir die Speisekarte nicht lesen können, bestellen wir auf gut Gück mal alles und - es war saugut!!!

Die Skuff-Links on stage

Danach Konzert. Vor uns All-about-Ska-Performers, Skaff-Links und Dallax (Numb und Kosukes Band), dann wir. Konni wird 5 Minuten vor dem Intro aus dem Tiefschlaf gerissen, liefert eine Wahnsinns-Show, geht ab wie ein Osterhase und liegt wenige Minuten nach der letzten Zugabe wieder dösend im Backstage: Ein Phänomen, der Mann...

3.11. Tokyo-Funabashi und -Ueno

Übernachtet wird im Haus von Kosukes Familie in Tokyo, deren Gastfreundschaft wirklich alles in den Schatten stellt. Wir haben erste Berührungen mit der japanischen Kultur, für alle die das erste Mal dabei sind, sind natürlich die Toiletten, die den Hintern abbrausen und fönen der Hit. Jan und Olli fallen im traditionellen Zimmer beinahe noch durch eine Papiertüre, und Jesko, Simon, Mike und Daniel picheln mit Kosukes Papa noch munter bis 6 Uhr morgens weiter, wobei der Papa beweist, das Japaner durchaus enorm trinkfest sein können.
Um 10 Uhr ist Abfahrt, weil heute zwei Gigs auf dem Programm stehen. Das Bild sollte sich von nun an täglich wiederholen: Zwei Autos, zwei Zwei Fahrer (Numb und Kosuke, die armen!), 9 total fertige und übernächtigte beNUTS und circa 20 Promille....

Fabi und Veiti (unser Mischer)
Der erste Gig findet Mittags im Hans-Christian-Andersen Park in Funabashi statt, und erinnert eher an eine Landesgartenschau. Daniel erinnert eher an einen Zombie als an einen Drummer ("Der Scheiß passiert mir bei jeder Tour: Am ersten Abend sauf ich mich so zu, dass ich danach keinen Bock auf Saufen hab..."), hat sich aber gottseidank bald davon erholt. Gut, dass alle so viel Restalkohol haben, so ist alles sehr amüsant absurd. Auf unserer Seebühne ist vorher eine traditionelle japanische Tanzgruppe und das Publikum setzt sich aus älteren Paaren und Familien zusammen, die die komischen Europäer fasziniert beäugen, wie sie ihr Equipment durch die Gartenschau tragen.
Man kann sagen, was man will, aber man findet selten ein so dankbares und frenetisches Publikum, wie in Japan - egal welches Alter. Am Ende sind die meisten von ihren Bänken aufgestanden, und tanzen mit Papa, Mama, Kindern und Oma/Opa. Das sollte man mal im Biergarten am Tegernsee probieren....
We rock se haus!!

Nach vier Stunden Fahrt sind wir zwar immer noch in Tokyo, Stadtteil Ueno. Im Sensation, unserer zweiten Location des Tages, geht die Post ab. Wieder sind Skaff-Links dabei, Dallax klar, und eine Band "Feel flip" deren Posaunistin genauso hoch springt wie sie groß ist (also 2 Meter) womit Mikes Ausrede, er könne nicht springen und spielen gleichzeitig, weil er sich sonst sein Mundstück in die Zähne rammt eindrucksvoll widerlegt war.
Zurück in Kosukes Heim wird der Abend noch zünftig begossen und der Vater serviert Sashimi, gefrorenen Tintenfisch, Sake (Reiswein) und Import-Rum (8 Jahre alt) alles sehr gut, und man kann sich vorstellen, wie der Großteil der Bahn aussah, als es am nächsten Morgen galt, 600 km nach Osaka zurückzulegen. unglaublich lecker
Guitar tuning in Ueno

4.11. Osaka

Das Aufstehen gestaltet sich erwartungsgemäß hart, aber irgendwann sind wir auf der Autobahn, Stau gehört in Tokyo zum Autofahren wie Bläser zum Ska aber alle paar Stunden machen unsere Fahren Pause und wir kommen in den Genuss der japanischen Raststätten, wo man vom Fußboden essen könnte. Daniel als alter Hase weiß auch genau, wie so ein traditioneller japanischer Alkotester funktioniert, der an einer Raststätte bei den Toiletten ausgestellt war...
Daniel erklärt den staunenden Zuhörern den Alkotest
Auf einer Raststätte treffen wir auf die Skaff-Links, die heute Abend mit uns in Osaka spielen und dann wieder heimfahren (Musikalische Masochisten!) Olli und Fabian besuchen den Skaff-Link Bus, dafür kommt Ichi (der Posaunist) ans Steuer vom beNUTS-Bus. Leider stellt sich erst danach heraus, dass alle Skaff-Links starke Raucher sind....
Beeindruckende Kulisse....
Der "Jungle-Club" liegt im Herzen Osakas und so haben wir Zeit, nach dem Soundcheck die beeindruckende City zu erkunden und Osaka-Pizza zu essen mit hauchdünnen zwei Jahre getrockneten Fischstreifen, die sich in der Hitze so bewegen, dass es aussieht, als lebten sie noch. Faszinierend.... Mike und Jesko waren dagegen viel angetaner von den Daddelbuden, von denen es in Japan nur so wimmelt.
Leider verpassen wir die Skaff-Links, aber zum Glück auch den relativ grausamen Gospel-Chor, der zwischen Skaff-Links und Dallax (Ska-Core) doch etwas deplaziert wirkte.
Daddeln bis der Schädel brummt
Dann noch zwei Stunden Irrfahrt durch Osaka bis wir unser Hotel im Rotlichtbezirk erreichen, umgeben von "Ladies Clubs". Aber wir ziehen es vor bis in die frühen Morgenstunden in der Hotellobby zu sitzen und den Bierautomaten dort komplett zu leeren (was am Ende sogar gelang), sehr zum Erstaunen des Hotelpersonals. Nach zwei bis drei Stunden Schlaf (unser einziges europäisches Bett, aber daran haben wir zu spät gedacht...) geht es weiter: Jippie, Sightseeing!

5.11. In Kobe

Erst mal etwas Kultur: Wir besichtigen die "Goldene Burg" in Osaka und dann gehts weiter ins in-Viertel von Osaka, wo wir die Hälfte der Zeit damit verbringen, auf Mike zu warten, der Geld wechseln wollte, was in Japan mit einem unglaublichen bürokratischen Aufwand verbunden ist (40 Minuten).
Kobe ist mit Osaka zusammengewachsen (wie eigentlich alle Städte in Japan zusammengewachsen sind) aber man braucht doch knappe 2 Stunden über die verstopfte Autobahn. Dann erst mal Meatbowl essen und dann so ein Gig!
Erst mal ein paar nicht schlechte Mädchen-Ska-Bands (exotisch für uns Europäer) und dann knallen "Cutie Pi" ein dermaßenes Brett aus Punk und Ska in die Fresse, dass einem Hören und Sehen vergeht. Aber was will man machen, wenn einen der Posaunist mit den Worten "Hi, I'm Ume, I am the biggest cocksucker of Japan" begrüßt (man bedenkte, wir befinden uns in Japan, dem Land der zurückhaltenden Höflichkeit und der Etiquette) und dann auf der Bühne ständig woanders steht, vom Publikum aus spielt, aufs Geländer springt usw... und dann ist der Bassist auch noch einer der schnellsten seiner Zunft.... aber am Ende gibt die ganze Band halt nochmal 50% mehr als sonst und dann musste man sich auch nicht verstecken, auch wenn Konni derart viel Power auf der Bühne hatte, dass er ständig auf Jans Füße und Effektgeräte sprang. So ein Gig machte durstig, und am Ende war der Convenience-Store um die Ecke leer und wir voll...
Cutie Pi in action
Aber für die Aftershowparty waren wir dann doch zu müde und zu voll, schade, denn U.M.E. hatte gerade begonnen, bayrische Begriffe ("geh waida" oder "saugeil") zu lernen ("sounds like Chinese"). Zur Abwechslung waren wir mal beim Italiener und nach einem kurzen "Bier-und-Tittenmagazin-Stop" trafen wir dann im Morgengrauen auch in dem Haus ein, in dem wir über"nacht"en sollten. Das Haus von Numbs Onkel, Yasu Suzuka, einem bekannten Fotographen ist tatsächlich ein Haus im Grünen (ja sowas gibt's in Japan!), das aber ab 11 Uhr morgens als vegetarisches Feinschmeckerrestaurant dienen sollte.
Die Nacht war kurz.


6.11. Kyoto


Da wir nur eine Stunde Anfahrt haben, können wir bis 10 Uhr schlafen (also fast 5 Stunden, was nur noch einmal überboten wird) und fahren ausgeruht zum Gig.
Kyoto Muse Club
Kyoto ist gediegener und traditioneller als Osaka oder Tokyo. Hier sieht man sogar westliche Touristen. Wir gehen erst mal Shopping und versuchen verzweifelt, ein Internet-Café auszumachen (in Japan hat jeder schon WAP-Handys und nutzt sie auch). Jesko und Mike verschwinden wieder für einige Stunden in der schreienden Welt der Pachinko-Maschinen, Konni verliert sich und die Band, Jan kauft zwei Messer und am Ende finden alle irgendwie den Weg zurück zum "Kyoto Muse Club" in dem noch nie vorher eine Ska-Band gespielt hat.
Im Backstage Raum
Dann übliches Prozedere: Einpacken, Bier kaufen, Backstage-Check, Mike-Check (ob Mike wieder was liegen gelassen hat), Konni-Check (ob Konni wieder was liegen gelassen hat), abfahren, nochmal Bier kaufen, ankommen....
Bei den Suzukas wird noch ordentlich getrunken und gefeiert, wobei der Dackel des Hauses (wir tauften ihn "Ska-Andy") sich offensichtlich in Konnis Hosenbeine verliebt hatte, die er den ganzen Abend und jeden morgen versuchte, auf Teufel-komm-raus zu rammeln. Irgendwann gab Konni auf sich zu wehren.

7.11. In Shiga


Das Problem ist, je länger wir morgens schlafen können, desto länger und feuchter wird der Abend. In Shiga kommen die zwei Autos mit den neun beNUTS wieder zeitig an, der Club hat ein wahnsinns Ambiente (auch wenn im Backstage-Bereich angeblich ein Geist unterwegs sein sollte, was mit vollstem Ernst der beteiligten erklärt wurde).
Konni als 'Der Geist'
U.M.E. und Cutie Pi sind auch wieder dabei und es geht erst mal in die Stadt, den See und die örtlichen Daddelbuden anschauen. Daniel schafft an der Basketball-Maschine einen neuen High-Score, was aber dank seiner für Japaner unerreichbaren Größe ein Kinderspiel war.
Da sich nach dem Sushi-All-U-Can-Eat die komplette Band zu voll für einen Auftritt fühlt, machen sich drei beNUTS tapfer auf die Socken, um Bier zu kaufen, was sich in einer "Kleinstadt" für japanische Verhältnisse als schwierig herausstellt. Aber am Ende sind sie erfolgreich und der Gig ist gerettet (bei Numb und Kosuke hat sich der Begriff "beerNUTS" bereits eingebürgert).

Gutes Essen, aber zu kleine Tische für Europäer
Am Abend gehen die Bands noch zusammen essen und irgendwie wird auch die Sprachbarriere überwunden, da doch erstaunlich viele Japaner kein oder kaum Englisch sprechen. Gerade unsere Singles treibt das zur Verzweiflung. Da hat man von der Bühne aus eine ausgemacht, die scheinbar alle Ansagen versteht und mit der man oft Blickkontakt hält und nach dem Gig merkt man, dass sie nichts versteht und den Typen neben ihr um Übersetzung fragt, was einen Flirt unmöglich macht.

8.11. Off-Day in Kyoto


(St)off-day heißt "Kein Konzert", wir konnten also endlich mal einen auf Kultur machen, konnten morgens ausschlafen, Fabis "Bass"-Blasen an den Fingern konnten ein wenig verheilen, und man kann endlich alle Erledigungen machen, Shopping gehen und so weiter. Für den Tourbericht natürlich weniger interessant. Aber zumindest einen japanischen Shinto-Tempel konnten wir abhaken. Übrigens unterscheiden sich japanische Touristen in Japan nicht von japanischen Touristen in Europa, vermutlich waren wir auf genau so vielen Fotos wie an einem Konzert-Tag.
Eine fröhliche deutsche Männertouristengruppe auf Kulturreise
Abends haben wir Numbs Onkel, den Künstler, kennengelernt, der uns erst in eine fantastische Sushi-Bar führte, uns dann am Abend noch mit Sake und Whiskey beglückte (was in Kombination mit dem vielen Bier zu ziemlich üblem Kopfweh am nächsten Tag führte) und sogar eine traditionelle japanische Teezeremonie abhielt. Dann stießen wir noch auf Jans Geburtstag an, und es wurde so spät wie immer. Wirklich ausgeruhter waren wir nicht (im Gegenteil, gerade die Brass-Section war am nächsten morgen total am Ende), aber zumindest hatten Jesko und Konni ihre gräßlich stinkenden Bühnenoutfits notdürftig gereinigt.

Kore wa paaty des

9.11. In Hamamatsu


Hamamatsu ist eine kleinere Stadt zwischen Kyoto und Tokyo, bekannt dafür, dass hier Yamaha sitzt. Und dann gibt es da natürlich noch das "Mescalin Drive". Alles war eigentlich wie immer, bis der Sänger der Band "Asakusa Jinta" seinen Kontrabass auspackt und Gen (Posaunist von Dallax) zu Fabian meint "maybe the best bass player in Japan".
Das war dann auch nicht untertrieben, und die sechs heizten mit ihrer Mischung aus Klezmer, Marching Band und Ska mit japanischen Texten unglaublich ein, so dass wir danach leichtes Spiel mit dem Publikum hatten.
Asakusa Jinta
Dallax, mit Nambu (vox) und Kozuke(git)
Nach dem Konzert waren Dallax, Asakusa Jinta und beNUTS noch zusammen gemütlich einen trinken in einem nahen Pub. Jesko und Konni waren nur traurig, dass die Sängerin der Reggaeband, die ebenfalls gespielt hatte nicht dabei war, nachdem sie sie zur "attraktivsten Frau bisher" gekürt hatten, was bei der Konkurrenz durchaus was bedeutete.
So um vier Uhr beschlossen alle, zur Übernachtung ins "Spa" (ein japanisches Badehaus mit Sauna, Dampfbad und Übernachtungsmöglichkeit) zu gehen, nur Gen, Pe (die Bläser von Dallax)und Fabian stürzten sich noch ins Nachtleben von Hamamatsu und kamen erst um halb neun Uhr morgens nach drei Flaschen japanischem Schnaps ins Bad (man muss nicht erwähnen in welchem Zustand...)
Frisch, fromm, fröhlich und frei im Spa

10.11. Aichi (bei Nagoya)


Langsam machen sich die Verschleißerscheinungen bei einem Großteil der Band stark bemerkbar. Aichi war wieder ein größerer Club mit einer Menge guter Bands. Dallax waren wieder dabei und wir trafen auch wieder die All-about- Ska-performers, mit denen wir in Kashiwa und Ueno schon das Vergnügen hatten. Allmählich begann die Szene übersichtlicher zu werden. Die Lightshow war an diesem Abend unübertroffen.
Vor dem Gig ging es erst einmal Energie tanken beim "Running Sushi", das in ein Tellerwettessen ausartete, bzw einem Wasabi-Contest bei dem Veit mühelos alle anderen (sogar Konni) abhängte. Wahrscheinlich schnupft der Kerl das Zeug heimlich daheim!
Wer zuerst platzt hat gewonnen!
Nach dem Gig sollte es wieder zurück nach Tokyo gehen (Fahrtzeit 5 Stunden) zuvor mussten aber alle noch zu einer Zeremonie zum Veranstalter kommen und dorten etwas trinken. "Alles andere wäre unhöflich" (ein Satz, der während der Tour ständig fiel) und so brachen wir erst nach zwei Stunden mitten in der Nacht nach Tokyo auf. Als wir im Haus von Kosukes Familie ankamen war es schon wieder hell....
'Mann, wenn die Mädels hier halt englisch könnten...'

11.11. Zurück in Tokyo


Frisch und ausgeruht steigen die Benuts aus ihrem Luxus-Nightliner in Tokyo;-)
Das letzte Konzert sollte ein krachender Abschluss werden. Dazu war sowohl die ACB-Hall (ein super Schuppen im Zentrum vom Rotlicht- und Amüsierviertel) als auch das Lineup (mit Dallax, Cutie Pi und einigen anderen Bands) geeignet.
Irgendwie kam schon das erste Heimweh auf und wurde auch nicht weniger, als wir uns vor dem Gig nochmal in die City von Tokyo stürzten.
Wall of death
Unglaublich diese Menschenmassen. Wenn man an so einer Straße an der Ampel steht, merkt man auch, dass die "Wall of Death" keine Erfindung von rheinischen Deathmetal-Bands ist, sondern hier in Japan tagtäglich praktiziert wird. Daniel und Jesko versorgten sich mit Elektronik, die anderen gingen CDs und Klamotten kaufen. Konnis Beute, eine abgefahrene, japanisch geblümte Jeans kann man dabei übrigens auf vielen beNUTS-Konzerten noch heute sehen. In einem Plattenladen fanden wir dann sogar unsere CD!
Bavarian Ska Maniacs
Zurück im Venue kamen wir fast nicht mehr zur Türe hinein, so voll war es bereits und schon bei Cutie Pi, die als dritte (von 7) spielten war der erste Mosch-Pit in vollem Gange.
Nach einem sauberen Konzert, in dem wir nochmal alle Kräfte mobilisierten, kamen am Ende die ganzen Jungs von Dallax und Cutie Pi auf die Bühne, um zusammen unsere Adaption eines japanischen Kinderlieds "Japanese rude boy" auf japanisch zu singen (auf der Tour immer absolutes Highlight bei jedem Konzert). Nach dem Gig hatte noch Yuji (Der Drummer von Cuti Pi) Geburtstag und wurde (nackt bzw. als Sahnetorte verkleidet) hereingetragen. Bilder müssen wir euch leider vorenthalten, sonst kommen wir am Ende auf den Index...
Die Sänger: Numb (Dallax), Konni (Benuts), Hero (Cutie Pi)
Die Posaunen: U.M.E. (Cutie Pi), Mike (Benuts), Gen (Dallax)

12.11. Tokyo-Kopenhagen-München


Abschied ist kein schönes Wort...
(...aber wenigstens haben wir noch schöne japanische Herrenmagazine mitgenommen)
Über Kopenhagen ging es dann wieder zurück in die Heimat, sogar unser Gepäck war mit dabei und kam heil an. Und eines lässt sich sagen:
Nihón o dómo arigató gozaimásu. Wátachitachi wa rai-nen ni nihón e ikimásu!
Vielen Dank, Japan. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

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